Burg Klempenow | HOLGER LIPPMANN „VOXXEL & DISC“ – AUSSTELLUNG
Aus einem Freundeskreis heraus entstand 1991 unser Verein Kultur-Transit-96 mit dem Ziel, die Burg zu sanieren und kulturell zu beleben. Wir sehen Kultur in der Spannung zwischen Geschichte und Gegenwart.
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HOLGER LIPPMANN „VOXXEL & DISC“ – AUSSTELLUNG

18.04.2026 - 31.05.2026 | 10:00 - 17:00


Die Galerie Burg Klempenow lädt am 18. April um 15 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „VOXXEL & DISC“ ein. Gezeigt werden Arbeiten eines Künstlers, dessen Weg eine faszinierende Brücke von der klassischen Bildhauertradition der Dresdner Kunstakademie bis hin zur vordersten Front der generativen Computerkunst schlägt.

Vom Meisterschüler zum Coder
Der künstlerische Werdegang des in Wandlitz bei Berlin lebenden Künstlers ist geprägt von einer stetigen Evolution der Werkzeuge. Nach dem Studium der Bildhauerei an der HfBK Dresden (1985–1990) und der Zeit als Meisterschüler bei Klaus Schwabe führten ihn prägende Stationen nach Stuttgart, Paris (IHEAP) und schließlich nach New York. Dort, am Institute of Technology, begann 1992 die Auseinandersetzung mit Computer Art, die sein späteres Schaffen revolutionieren sollte.
Über Stationen im Berliner Kunsthaus Tacheles und einer tiefgehenden Spezialisierung im Bereich Multimedia und Interaktion (Flash/Actionscript), fokussierte er sich ab 2008 konsequent auf die Programmierung mit Processing und seit 2020 auf p5js. Das Ergebnis ist eine Symbiose aus handwerklichem Formverständnis und algorithmischer Präzision.
Die Ausstellung: „VOXXEL & DISC“
Der Titel der Ausstellung beschreibt das Spannungsfeld zwischen der dreidimensionalen Masse und der zweidimensionalen Projektion von Daten:
DISC (Die Scheibe): Die gezeigten Wandarbeiten sind das Resultat komplexer Code-Strukturen. In kreisförmigen Kompositionen explodieren Farben und Linien in einer Dynamik, die an die Zentrifugalkraft oder an prismatische Lichtbrechungen erinnert. Trotz ihrer digitalen Entstehungsgeschichte besitzen diese „Discs“ eine malerische Tiefe. Sie sind visualisierte Algorithmen, die den Betrachter in einen Sog aus Farbe und mathematischer Ordnung ziehen.
VOXXEL (Das Volumen-Element): Den flächigen Arbeiten stehen Skulpturen gegenüber, die das Konzept des „Voxels“ (ein dreidimensionaler Pixel) physisch erfahrbar machen. Hier schließt sich der Kreis zur klassischen Bildhauerei. Die Skulpturen wirken wie digitale Fragmente, die in unsere Realität materialisiert sind. Mit ihrer oxidierten, teils kupfernen oder metallischen Anmutung wirken sie wie archäologische Fundstücke aus einer computergenerierten Zukunft. Sie spielen mit dem Kontrast zwischen der Strenge des Rasters und der organischen Verwitterung der Oberfläche.

Ein Dialog der Disziplinen
„VOXXEL & DISC“ ist mehr als eine Werkschau; es ist der Beleg für eine konsequente künstlerische Forschung. Wie übersetzt man die Unendlichkeit des digitalen Raums in die haptische Welt? Wie viel Zufall erlaubt ein Algorithmus?
Die historischen Mauern der Burg Klempenow bieten den idealen Resonanzraum für diese hochmodernen Arbeiten. In einer Welt, die zunehmend von KI und digitaler Abstraktion geprägt ist, macht diese Ausstellung den Code greifbar, sichtbar und – im wahrsten Sinne des Wortes – bildhauerisch präsent.

Über den Künstler
Nach Lehraufträgen an der HfBK Dresden im Bereich Medienklasse und jahrzehntelanger internationaler Erfahrung lebt und arbeitet er heute in Wandlitz. Seine Arbeiten stehen für die seltene Verbindung von klassischem Formgefühl und technischer Innovation.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 11–18 Uhr

Ort: Burgsaal der Galerie Burg Klempenow
e-art.co