Burg Klempenow | Opernale:„Luise Greger, eine pommersche Gans“
Aus einem Freundeskreis heraus entstand 1991 unser Verein Kultur-Transit-96 mit dem Ziel, die Burg zu sanieren und kulturell zu beleben. Wir sehen Kultur in der Spannung zwischen Geschichte und Gegenwart.
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Opernale:„Luise Greger, eine pommersche Gans“

05.09.2021 | 17:00


Karten können bei uns per Mail an ticket@burg-klempenow oder von Dienstag-Sonntag unter 03965211331 rserviert werden.
Musiktheaterwerk über eine wiederentdeckte Greifswalder Komponistin
Uraufführung
In diesem Jahr steht die in Greifswald geborene und aufgewachsene Komponistin Luise Greger (1861-1944) im Mittelpunkt unserer Uraufführungsproduktion. Wie schon 2014 mit Sibylla Schwarz und 2017 mit Alwine Wuthenow setzen wir damit unsere Reihe der Wiederentdeckungen bedeutender pommerscher Frauen fort. Dass wir gleichzeitig den 160. Geburtstag der Protagonistin feiern, ist eher ein Zufall, denn erst durch kürzliche Nachforschungen in Greifswalder Archiven kam ihr tatsächliches Geburtsjahr ans Tageslicht. Obwohl Luise Greger schon länger in Kassel als bedeutende Komponistin, Pianistin und Sängerin gefeiert wird, ist sie hierzulande noch nahezu eine Unbekannte. Das wollen und werden wir ändern!
HANDLUNG
„In Greifswald bin ich geboren, dort wo es die vielen fetten Gänse gibt. Ich bin auch eine von den Gänsen“, witzelt die 82-jährige Luise Greger und versucht so intuitiv ihrem Schicksal in der psychiatrischen Landesheilanstalt von Hessen zu entkommen. Ende 1943 wird die körperlich und seelisch kerngesunde, lediglich etwas altersdemente Komponistin von ihrem Seniorenwohnheim in Hofgeismar nach Merxhausen überführt, dem ärztlichen Attest nach wegen zunehmender „seniler Seelenstörung“. Durch „gezielte Unterversorgung“, die das aktive Euthanasieprogramm der Nazis abgelöst hatte, wird Luise keine 8 Wochen mehr leben. Das Aufnahmegespräch zwischen Arzt und Patientin sowie weitere Eintragungen in die Krankenakte bilden den Rahmen unseres Stückes, das eine innere Zeitreise Luise Gregers in Anbetracht des nahenden Todes ist. Auf dieser Reise begegnet sie ihrem Alter Ego, der 25-jährigen Liesing aus den Greifswalder Jahren, einer jungen, talentierten Frau voller Lebensmut und -freude. Zusammen blicken sie zurück auf eine unbeschwerte Jugend. Gemeinsam begegnen sie ihrem Lieblingssohn Helmuth und Pfarrer Theodor Weiß, dem Schutzpatron der Bewohner von Hofgeismar. Beide Luisen erklimmen den Gipfel ihrer Karriere als Gänseliesel in ihrer gleichnamigen Märchenoper. „Eine Glückliche bin ich“ notiert der Schreiber der Krankenakte als letzte Äußerung seiner Patientin und setzt hinzu: „erklärt nicht näher, was sie damit meint“.
Stückentwicklung/Regie: Henriette Sehmsdorf
Kompositionen von Luise Greger
Musikalische Einstudierung und Arrangement: Benjamin Saupe
Kostüme: Stefanie Gruber
Mit: Joana-Maria Rueffer, alte Luise (Sopran); Friederike Schnepf, junge Luise (Sopran); Lars Grünwoldt, Dr. Malcus, Sohn Helmuth, Pfarrer Theodor Weiß (Bariton); Benjamin Saupe div. Rollen und Klavier
Unsere Künstler*innen freuen sich sehr darauf, endlich wieder auftreten zu dürfen und Sie, liebes Publikum, dürfen sich auf ein neues Musiktheaterwerk freuen mit spannenden Episoden aus dem Leben von Luise Greger, in denen viele ihrer zauberhaften Lieder erklingen.