Burg Klempenow | LISA-MARIE STEUDE Vorführung der Arbeit „Berühren“
Aus einem Freundeskreis heraus entstand 1991 unser Verein Kultur-Transit-96 mit dem Ziel, die Burg zu sanieren und kulturell zu beleben. Wir sehen Kultur in der Spannung zwischen Geschichte und Gegenwart.
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LISA-MARIE STEUDE Vorführung der Arbeit „Berühren“

20.09.2026 | 16:00 - 17:00


Gezeigt werden Installationen und Skulpturen, die sich durch Schwingung und Klang in eine weitere Dimension entfalten oder mit denen man in Berührung kommen kann.

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Vorführung der Arbeit „Berühren“ mit der Künstlerin

So 23.8., 16–17 Uhr

Sa 6.9., 13–14 Uhr

So 20.9., 16–17 Uhr  

Ort: Burgsaal & Burgturm, Braustube und Außenbereich auf Burg Klempenow

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Gezeigt wird eine eigens für die Ausstellung angefertigte Soundinstallation, die sich auf die Geschichte der Burg und des Tollensetals bezieht. Außerdem sind Installationen und Skulpturen der Künstlerin zu sehen, die sich durch Schwingung und Klang in den erweiterten Raum entfalten oder die mit dem Publikum interagieren.   

Lisa Marie Steude interessiert es, Menschen und Dinge in Beziehung zu setzen.  Ihre Arbeiten ermöglichen es, wortwörtlich in Berührung mit Kunst zu kommen und diese teilweise mitzugestalten. In gewisser Weise nimmt sie sich als Künstlerin zurück, um einen – wenn auch begrenzten – Gestaltungsraum zu geben. Auch wenn sie mit anderen kooperiert, wie zu einigen Werken, die in diese Schau zu sehen sind, geht sie von einem Mehrwert der gemeinschaftlichen Schöpfung aus. 

Sie lädt das Publikum ein, in einen Austauschprozess mit dem Werk einzutreten. Dabei wird auch das Werk selbst zu einem Akteur. Es existiert nicht mehr nur materiell, sondern wirkt in die Umgebung hinein und bezieht schließlich die Betrachter*innen ein. Einige der gezeigten Werke dürfen und sollen berührt werden, um sie in Gänze zu erfahren. Andere werden sogar erst durch eigenes Handeln aktiviert. Zudem ergänzen haptische, olfaktorische und auditive Elemente die rein visuellen Aspekte. Damit wird eine umfassende Erfahrung von hoher Intensität initiiert.

Eigens für die Ausstellung in der Burg Klempenow ist eine ortssensitive Soundinstallation entstanden. Dazu hat die Künstlerin in den Burggemäuern und am archäologischen Fundplatz einer Schlacht der Bronzezeit im Tollensetal erforscht und mit Spezialmikrofonen Originalklänge aufgenommen. Damit spekuliert auf die Kraft der Klänge verborgenes Wissen zu bewahren und wieder abzugeben. Indem sie deren klanglichen Eigenwert anerkennt, weist sie auch auf die gestaltende Kraft von Geräuschen hin, die uns oft nicht bewusst ist. 

In ihrer künstlerischen Haltung folgt Lisa Marie Steude der Theorie, dass nur jene Lebewesen im besten Sinne erfolgreich überleben, die symbiotische Beziehungen pflegen – nicht durch Konkurrenz, sondern durch Kooperation werden wir stark. Eine Hypothese die gerade in der heutigen Zeit hochaktuell ist.  

Über die Künstlerin

Lisa Marie Steude (*1990) hat an der Universität der Künste Berlin bei Katja Strunz studiert und war Meisterschülerin von Karsten Konrad. Sie wurde zu verschiedenen Gruppenausstellungen eingeladen, darunter solche im öffentlichen Raum, wie das GRÜNE ZITAT, Leere / Fülle auf dem Rondellplatz Circus in Putbus und zu Land Art Lexow 2025. Aktuell ist ihre Soundarbeit „Under the Surface“ im Dokumentationszentrum Prora zu erleben, die zuvor in der Kunsthalle Rostock gezeigt wurde. In der Edition „Signifikante Signaturen“ der Ostdeutschen Sparkassenstiftung erschien ein Katalog vorgelegt, der durch eine App die Erweiterung in den audiovisuellen Raum erlaubt. Im Herbst dieses Jahres tritt sie das RostockStipendium des Kunstvereins zu Rostock, gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern an. 

Janette Kiran und Galerie Burg Klempenow 

Foto: Vincent Ernst Bartels

lisamariesteude.com